
K. Bajusz István
Gemälde, die duften, und diese Düfte wecken Gefühle, Erinnerungen in unserer Seele. Wir stehen solchen Werken gegenüber, von denen ausgestrahlt wird, dass sie dazu bestimmt sind, die Gefühle, die Gedanken ihres Schöpfers kundzutun, deshalb funkelt beinahe die Luft um sie herum und dieser "Glanz" packt die aufgeschlossenen, offenen Zuschauer ob sie es wollen oder nicht.
Dieses Vorhaben wird in den Werken von István Bajusz aus Hódmezővásárhely wahrgenommen: er verlässt absichtlich den ausgetretenen Pfad, und sieht seinen eigenen Weg in den klassischen Techniken, Werkzeugen der Maler.
Er ist im 1953 in Földeák zur Welt gekommen, hier besuchte er die ersten Klassen der Grundschule, dann war er Schüler in der Landschule von Igás, dann schloss er jedoch seine Grundschulbildung in Földeák ab.
Eigentlich begann er in den 1970er Jahren sich mit der bildenden Kunst zu beschäftigen, mit Hilfe von Ferenc Hézső, dem mit dem Munkácsy-Preis ausgezeichneten Kunstmaler, der bis zum heutigen Tag seine Arbeit überwacht. Derzeit lebt er mit seiner Familie auf einem Bauernhof in Hódmezővásárhely. Die unmittelbare Nähe der Natur, die Großartigkeit der einfachen Dinge hinterlassen verständlicherweise Spuren in der Kunst von István Bajusz. Die Natur mit einem "menschlichen Gesicht" sieht uns von diesen Werken an: diese Meisterwerke "flüstern" uns über die innige Beziehung zwischen Menschen und Natur in die Ohren. Seine Bilder sind durch außerordentliche Dynamik und lebhaften Rhythmus der Linien und Formen, das pulsierende "Ineinanderklammern" der Farben, das lebendige Flimmern der Landschaftsbereiche gekennzeichnet. Beinahe können wir die Berührung des Windes an unserer Haut spüren, fast können wir den Duft der dortigen Luft in unserer Nase riechen, nahezu können wir das Plätschern des sich sanft wiegenden Flusswassers hören. Beim Anschauen der einzelnen verewigten Teile der Natur können wir die Berührung der Harmonie an unserer Haut spüren, die in unserer unnatürlichen künstlichen Welt so oft fehlt.
Die Stillleben von István Bajusz sind Stillleben nicht im herkömmlichen Sinne. Diese nicht nur bezaubern, aber auch darauf aufmerksam machen, dass auch in den winzigen, einfachen Sachen sich viele Schönheit und Geheimnis verbirgt. Alle Gemälde verbergen Nachrichten in sich, deren Entdeckung und Auslegung Aufgabe der Zuschauer ist.
Im Hintergrund einiger Bilder erscheinen farbige Quadraten - mal zarter, mal lebhafter - manchmal überziehen diese Quadrate eine Ebene des Bildes netzartig. Sollten wir die Malerei von István Bajusz einer künstlerischen Stilrichtung zuordnen, könnte auf die Etikette geschrieben werden: Realismus mit Impressionismus gewürzt und mit einer gewissen Abstraktion bestreut.
Das Betonen des Wesentlichen des gemalten Themas bestimmt grundsätzlich die Werke von István Bajusz. Der Künstler trägt die Farben dick, mit geschwungenen Pinselstrichen auf die Leinwand auf, alle Details sind im Dienste des Ganzen. Die Oberflächen aus in Bogen verlaufenden Farbschichten verleihen den Bildern intensive Dynamik, und die farbigen Quadrate nähren das eigenartige, rhythmische Pulsieren der Oberflächen.